KI After Work bei Adacor: KI ins Unternehmen bringen, den Wandel begleiten und ihn finanzieren
Beim KI After Work am 28. Mai 2026 in Mülheim ging es um drei Fragen für den Mittelstand: Wie bringen wir KI ins Unternehmen, wie begleiten wir den Wandel, und wie lässt sich das finanzieren?
Intro
Wie bekommen wir KI ins Unternehmen, wie begleiten wir diesen Change und wie lässt sich das alles finanzieren? Um genau diese drei Fragen ging es am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, beim KI After Work „KI oder K.O.” bei Adacor in Mülheim an der Ruhr. Gemeinsam mit dem BVMW Ruhrgebiet haben wir von 17 bis 19 Uhr die Türen an unserem Standort geöffnet. Diesmal war es keine fremde Bühne, sondern unser eigener Standort. Klein, regional und praxisnah, ohne Konferenz-Glamour, dafür mit Antworten, die auch in der Woche darauf noch weiterhelfen.
„Choose your difficult”: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Den inhaltlichen Auftakt machte Andreas Bachmann mit einem Impuls aus den Frontier-Teams bei Adacor. Statt PowerPoint-Theorie ging es um konkrete Beispiele: wie KI die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine verändert, wo klassische Entscheidungsprozesse an ihre Grenzen kommen und wo sich Entwicklungszyklen halbieren lassen.

Sein Satz dazu ist hängen geblieben: „Choose your difficult.” KI weiter aufzuschieben ist demnach keine Option mehr. Die Technologie ist da, und der Vorsprung geht an die Unternehmen, die jetzt starten. Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie verändert bereits heute Geschäftsmodelle, Prozesse und die Art, wie Unternehmen lernen, entscheiden und planen. Oft schneller, als vielen bewusst ist.
„Veränderung kommt mit vielen Gesichtern”: Den Wandel begleiten
Auf die Frage nach dem „Warum” folgte die Frage nach dem „Wie”. Verena Rustemeyer von der SUPYOU Consulting GmbH brachte die Perspektive der Transformation ein: „Veränderung kommt mit vielen Gesichtern.” Gemeint ist, dass Transformation nur dann gelingt, wenn Führungskräfte ihre Mitarbeitenden dort abholen, wo sie tatsächlich stehen. Ein „one size fits all” funktioniert nicht.
Gemeinsam mit Frank Jablonowski ging es um die konkrete Anschlussfrage für kleine und mittlere Unternehmen: Welche ersten Schritte funktionieren wirklich? Was läuft schief, wenn man falsch startet? Im Mittelpunkt standen Best Practices aus dem Mittelstand und ein strukturierter, praxisnaher Einstieg in KI-Projekte.
Förderung: Geld, das oft ungenutzt bleibt
Der dritte Teil des Abends widmete sich der Finanzierung. Frank Jablonowski (CONJA) zeigte, wie Förderprogramme wie INQA und BAFA den Einstieg konkret erleichtern. Geförderte Beratung und Umsetzung sind für viele Unternehmen greifbarer, als sie denken. Sein Hinweis: Es handelt sich um Geld, das ohnehin da ist und das viele Mittelstandsunternehmen schlicht nicht abrufen. Damit wird aus der oft abstrakten Förderlandschaft ein konkreter Hebel für den KI-Einstieg.
Agenten zum Selberbauen und Use Cases zum Anfassen

Damit es nicht bei der Theorie blieb, konnten die Teilnehmenden Agenten live erleben und selbst bauen. So entstand ein Gefühl dafür, was damit möglich ist und warum Agenten unsere Art zu arbeiten schon heute verändern.
Dazu gab es Use Cases zum direkten Ausprobieren: aus Lessons learned wirklich lernen mit KI-gestütztem Projektmanagement, das Wissen ausscheidender Mitarbeitender mit KI-gestütztem Wissenstransfer erhalten und Recruitingprozesse automatisieren. Im Anschluss blieb Zeit für Gespräche mit den anderen Teilnehmenden, mit den Speakern und mit uns.
Von der Theorie in die Praxis
Damit der Abend nicht folgenlos bleibt, haben wir alle Teilnehmenden eingeladen, vier Wochen lang intensiv in die KI-Nutzung zu gehen, direkt im KI-Workplace. Aus den Impulsen des Abends wird so echte Praxis. Der KI-Workplace wird in unseren Rechenzentren in Deutschland betrieben. Die selbst gehosteten Open-Source-Modelle laufen auf eigenen GPU-Clustern und verarbeiten Daten DSGVO-konform in Deutschland.
Danke für einen starken Abend
Ein herzliches Dankeschön an den BVMW Ruhrgebiet für die Organisation, an Gabriele Masthoff und Patrick Schmidt, an die Speaker Andreas Bachmann, Verena Rustemeyer und Frank Jablonowski sowie an alle Entscheider:innen aus dem Ruhrgebiet, die dabei waren. Der Mittelstand braucht genau diese Räume, um Zukunft gemeinsam greifbar zu machen. Der Abend hat einmal mehr gezeigt: Wer beim Thema KI vom „Wir müssen mal” zum „Wir machen jetzt” kommen will, findet im Austausch auf Augenhöhe den besten Startpunkt.