Admin-Einstellungen
Die zentralen Admin-Einstellungen des KI-Workplace: Benutzer- und Gruppenverwaltung, KI-Modelle und Provider, API-Keys, Audit Log und mehr.
⚠️ Administratorbereich: Die hier beschriebenen Einstellungen sind nur für Benutzer mit der Rolle Admin sichtbar und zugänglich.
Die Admin-Einstellungen bündeln alle Verwaltungsbereiche, in denen Administratoren den KI-Workplace für ihre Organisation einrichten und steuern können: von Benutzerverwaltung über Modell-Konfiguration bis hin zu Audit-Logs.
Eine strategische Anleitung zur KI-Einführung und zur kulturellen Begleitung deines Teams findest du im Guide Tipps für Admins und Führungskräfte.
Benutzerverwaltung
Die Benutzerverwaltung ermöglicht Admins die vollständige Verwaltung aller Benutzerkonten sowie die Organisation in Gruppen.
Benutzerliste
Die Benutzerliste zeigt alle registrierten Benutzer mit folgenden Informationen:
| Spalte | Beschreibung |
|---|---|
| Name | Vor- und Nachname des Benutzers |
| E-Mail-Adresse (dient auch als Login) | |
| Rolle | Globale Rolle: Admin oder User. Die Rolle wirkt organisationsweit. Pro Ressource (Agenten, Collections, Spaces, weitere) wird zusätzlich eine ressourcenbasierte Rolle vergeben (Owner, Editor, Viewer). Mehr im Rollen-Guide. |
| Status | Aktiv oder Deaktiviert |
| Verifiziert | Zeigt an, ob der Benutzer die Einladung angenommen hat |
📌 Verifiziert-Status: Ein Benutzer gilt als verifiziert, sobald er die Einladungs-E-Mail genutzt und sich ein Passwort gesetzt hat. Nicht verifizierte Benutzer haben die Kontoeinrichtung noch nicht abgeschlossen.
Benutzer einladen
So lädst du einen neuen Benutzer ein:
- Klick auf Benutzer einladen.
- Füll die Pflichtfelder aus:
| Feld | Beschreibung | Pflicht |
|---|---|---|
| Vorname | Vorname des Benutzers | Ja |
| Nachname | Nachname des Benutzers | Ja |
| E-Mail-Adresse für Login und Einladung | Ja | |
| Rolle | User oder Admin | Ja |
📌 Einladungs-E-Mail: Der eingeladene Benutzer erhält automatisch eine E-Mail mit einem Link zur Kontoaktivierung. Dort kann er sein Passwort festlegen und sich anschließend anmelden.
Benutzer per Excel importieren
Für das Anlegen mehrerer Benutzer gleichzeitig kannst du eine Excel-Datei importieren.
Excel-Vorlage
Die Excel-Datei muss folgende Spalten enthalten:
| Spalte | Beschreibung | Pflicht |
|---|---|---|
| Vorname | Vorname des Benutzers | Ja |
| Nachname | Nachname des Benutzers | Ja |
| E-Mail-Adresse | Ja | |
| Rolle | user oder admin (Standard: user) | Nein |
Import durchführen
- Klick auf Benutzer importieren.
- Wähl deine Excel-Datei aus.
- Prüf die Vorschau der zu importierenden Benutzer.
- Bestätige den Import.
💡 Tipp: Lade die Excel-Vorlage herunter, um das korrekte Format zu verwenden. Alle importierten Benutzer erhalten automatisch eine Einladungs-E-Mail.
Benutzer bearbeiten
Rolle ändern
Hier geht es um die globale Rolle eines Benutzers, die organisationsweit wirkt. Du kannst sie zwischen User und Admin umschalten:
- User: Standardbenutzer mit Zugriff auf Chat, Agenten, Skills und weitere Grundfunktionen.
- Admin: Vollzugriff auf alle Verwaltungsfunktionen, einschließlich Benutzerverwaltung, Provider-Konfiguration, Verbindungen und Audit-Log.
📌 Globale Rolle vs. ressourcenbasierte Rolle: Die globale Rolle (Admin oder User) regelt, wer organisationsweit was darf. Pro Ressource (Agent, Collection, Space, weitere) wird zusätzlich eine ressourcenbasierte Rolle vergeben: Owner, Editor oder Viewer. Mehr im Rollen-Guide.
⚠️ Administratorrechte sparsam vergeben: Vergib die Admin-Rolle nur an vertrauenswürdige Personen. Administratoren haben Zugriff auf alle Systemeinstellungen und können andere Benutzerkonten verwalten.
Benutzer aktivieren oder deaktivieren
Deaktivierte Benutzer können sich nicht mehr anmelden, ihre Daten bleiben jedoch erhalten:
- Deaktivieren: der Benutzer wird gesperrt und kann sich nicht mehr einloggen. Bestehende Sitzungen werden beendet.
- Aktivieren: der Benutzer kann sich wieder anmelden.
📌 Deaktivierung vs. Löschung: Die Deaktivierung ist der empfohlene Weg, um Benutzern den Zugang zu entziehen, ohne Daten zu verlieren. Verwend die Löschung nur, wenn das Konto dauerhaft entfernt werden soll.
Benutzer löschen
Das Löschen eines Benutzers entfernt das Konto dauerhaft. Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden.
Passwort zurücksetzen
Administratoren können Passwörter anderer Benutzer nicht direkt zurücksetzen. Benutzer müssen die Passwort vergessen-Funktion auf der Anmeldeseite nutzen, um selbst ein neues Passwort anzufordern.
Benutzergruppen
Gruppen ermöglichen die Organisation von Benutzern für die Zugriffsverwaltung. Anstatt einzelnen Benutzern Berechtigungen zu erteilen, kannst du Gruppen anlegen und diesen Gruppen Zugriff auf Ressourcen gewähren.
Gruppe erstellen
- Wechsel in den Bereich Gruppen.
- Klick auf Neue Gruppe.
- Füll die Felder aus:
| Feld | Beschreibung | Pflicht |
|---|---|---|
| Name | Bezeichnung der Gruppe (z.B. „Marketing-Team“) | Ja |
| Beschreibung | Kurzbeschreibung des Zwecks der Gruppe | Nein |
| Farbe | Farbkennung zur visuellen Unterscheidung | Nein |
Mitglieder verwalten
- Mitglied hinzufügen: wähl aus der Liste der vorhandenen Benutzer aus, um diese der Gruppe hinzuzufügen.
- Mitglied entfernen: entfern einen Benutzer aus der Gruppe. Der Benutzer verliert damit alle Berechtigungen, die über die Gruppenzugehörigkeit erteilt wurden.
Gruppen und Berechtigungen
Gruppen werden im rollenbasierten Zugriffskontrollsystem (RBAC) verwendet. Wenn einer Gruppe eine Berechtigung auf eine Ressource (z.B. einen Space oder eine Sammlung) erteilt wird, erhalten alle Mitglieder dieser Gruppe automatisch die entsprechende Berechtigung.
💡 Gruppen statt Einzelfreigaben: Wenn ein ganzes Team Zugriff auf bestimmte Ressourcen bekommen soll, ist eine Gruppe deutlich pflegeleichter als zehn einzelne Einträge. Mehr im Rollen-Guide.
KI-Modelle & Provider
Provider sind die Schnittstellen zu KI-Diensten, die dem KI-Workplace seine Intelligenz verleihen. Jeder Provider stellt ein oder mehrere Modelle mit unterschiedlichen Fähigkeiten bereit. Mehr zu den Modellen aus User-Sicht findest du im Modell-Guide.
Was sind Provider?
Ein Provider ist ein externer KI-Dienst, der über eine API angebunden wird. Jeder Provider bietet verschiedene Modelle an, die für unterschiedliche Aufgaben optimiert sind. Der KI-Workplace unterstützt die gleichzeitige Anbindung mehrerer Provider.
Provider nach Datensicherheit
Provider werden nach Datenschutz-Niveau gruppiert. Die höchste Stufe ist:
- Maximale Sicherheit: deutscher Anbieter mit Serverinfrastruktur in deutschen Rechenzentren. Vollständige DSGVO-Konformität unter deutschem Recht.
Weitere Stufen für EU-Provider und internationale Anbieter folgen je nach Konfiguration. Provider mit niedrigerem Datenschutz-Niveau sind standardmäßig deaktiviert und müssen vom Admin gezielt aktiviert werden.
Standard-Provider: Adacor AI
Der vorkonfigurierte Standard-Provider:
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Region | Deutschland |
| Rechenzentrum | DE |
| API-Modus | OpenAI-kompatibel |
| Geschützt | Ja (kann nicht gelöscht werden) |
💡 Adacor AI als primärer Provider: Adacor AI wird als primärer Provider empfohlen, da die Daten in Deutschland verarbeitet werden und die DSGVO-Konformität sichergestellt ist.
Verfügbare Modelle bei Adacor AI
| Modell | Fähigkeiten | Kontextlänge |
|---|---|---|
| Qwen3 A3bthinking 30B | Chat, Vision, Function Calling | 256.000 Token |
| Qwen3 A3b 30B | Chat, Vision, Function Calling | 256.000 Token |
| Mistral 3 24B | Chat, Vision, Function Calling | 128.000 Token |
| Llama 3.1 8B | Chat | 32.000 Token |
| Pixtral 12B | Vision | 32.000 Token |
| Multilingual E5 Large | Embeddings | — |
| Whisper V3 Large (30s) | Transkription (Speech-to-Text) | — |
Modelle können einzeln aktiviert oder deaktiviert werden, ohne den Provider als Ganzes zu beeinträchtigen. Deaktivierte Modelle erscheinen weder in der Auswahl der User noch in den System-Defaults.
Modellfähigkeiten
Jedes Modell deklariert bestimmte Fähigkeiten, die festlegen, wofür es eingesetzt werden kann:
| Fähigkeit | Beschreibung |
|---|---|
| chat | Textbasierte Konversationen und Antwortgenerierung |
| vision | Analyse und Verarbeitung von Bildern |
| function_calling | Aufruf von Tools und externen Funktionen (Tool-Calling) |
| transcription | Umwandlung von Sprache in Text (Speech-to-Text) |
| embeddings | Umwandlung von Texten in eine Zahlenform, mit der die KI inhaltlich ähnliche Texte findet (Grundlage der semantischen Suche, also der Suche nach Bedeutung statt nach exakten Stichwörtern) |
| text_to_image | Generierung von Bildern aus Textbeschreibungen |
| image_to_image | Bearbeitung bestehender Bilder anhand von Anweisungen |
System-Defaults: Aktive Modellauswahl
Für jeden Einsatzzweck wird genau ein Modell als systemweit aktiv konfiguriert. Diese Auswahl bestimmt, welches Modell standardmäßig verwendet wird:
| Zweck | Beispiel |
|---|---|
| Chat | Qwen3 A3bthinking 30B |
| Vision | Qwen3 A3bthinking 30B |
| Speech-to-Text | Whisper V3 Large (30s) |
| Text-zu-Bild | (konfigurierbar) |
| Bild-zu-Bild | (konfigurierbar) |
📌 Benutzer-Präferenzen überschreiben Defaults: Einzelne Benutzer können in ihrem persönlichen Einstellungen-Bereich eigene Modellpräferenzen festlegen, die die systemweiten Defaults überschreiben, aber nur für sie selbst.
Dynamische Modell-Auswahlen
Jeder Modell-Selektor (hier in den KI-Modellen, in den Benutzer-Präferenzen unter „Meine Modelle” sowie im Agent-Editor) bietet neben den konkreten, namentlich genannten Modellen drei dynamische Optionen, die erst zur Laufzeit aufgelöst werden:
| Auswahl | Bedeutung |
|---|---|
| Auto (System-Default) | Folgt dem systemweit konfigurierten Standardmodell für den jeweiligen Zweck. In Benutzer-Präferenzen und Agenten heißt das: „immer das nehmen, was der Admin in KI-Modelle gesetzt hat”. |
| <Provider> — Empfohlen | Pro Provider „Neustes: Thinking” (höchstplatziertes Modell mit Reasoning) oder „Neustes: Instruct” (höchstplatziertes Modell ohne Reasoning). Die Auflösung folgt der Empfehlungs-Reihenfolge des Providers; Adacor AI markiert empfohlene Modelle automatisch beim Sync. |
| <Provider> — Direkte Auswahl | Ein konkret festgelegtes Modell. Friert die Auswahl auf diese Version ein. |
💡 Empfehlung „Neustes” bevorzugen: Setz als Standard möglichst Auto oder die Empfohlen-Auswahl eines Providers. Diese ziehen automatisch nach, sobald der Provider neuere Modelle bereitstellt, du bekommst ohne Pflegeaufwand immer das aktuellste stabile Modell. Eine direkte Auswahl ist sinnvoll, wenn aus Reproduzierbarkeits- oder Kompatibilitätsgründen ein bestimmtes Modell nötig ist, veraltet sonst aber still.
📌 Ollama-Hinweis: „Neustes: Thinking” bzw. „Neustes: Instruct” stehen nur zur Verfügung, wenn der Provider Empfehlungs-Daten meldet. Provider ohne solche Daten (zum Beispiel selbst gehostete Ollama-Instanzen) bieten ausschließlich die direkte Auswahl an.
Provider verwalten
Neuen Provider hinzufügen
- Klick auf Provider hinzufügen.
- Gib die Konfiguration ein:
- Name: Anzeigename des Providers.
- API-Modus: kompatibles API-Format (z.B. OpenAI-kompatibel, Ollama).
- Basis-URL: API-Endpunkt des Providers.
- API-Schlüssel: Authentifizierungsschlüssel (wird als Umgebungsvariable referenziert; eine Umgebungsvariable ist eine zentrale technische Einstellung des Servers, die der Systemadministrator setzt).
- Region / Standort: Angaben zum Rechenzentrumsstandort.
- Füg die verfügbaren Modelle hinzu und definier deren Fähigkeiten.
- Aktivier den Provider, wenn er einsatzbereit ist.
📌 Custom Provider: Eigene Provider können nur hinzugefügt werden, wenn die Umgebungsvariable
ALLOW_CUSTOM_PROVIDERS=truegesetzt ist.
Provider aktivieren oder deaktivieren
Deaktivierte Provider und deren Modelle stehen nicht zur Auswahl. Du kannst Provider jederzeit aktivieren oder deaktivieren, ohne die Konfiguration zu verlieren: praktisch zum kurzfristigen Sperren bei API-Problemen oder Wartungsfenstern.
Verbindung testen
Über die Testfunktion kannst du prüfen, ob die Verbindung zu einem Provider funktioniert. Der Test sendet eine einfache Anfrage an die API und meldet zurück, ob die Kommunikation erfolgreich ist. Sinnvoll direkt nach dem Anlegen oder bei Verdacht auf Verbindungsprobleme.
⚠️ API-Schlüssel als Umgebungsvariablen: API-Schlüssel werden als Umgebungsvariablen im System-Hintergrund auf dem Server gespeichert und nicht in der Datenbank abgelegt. Stell sicher, dass die entsprechende Umgebungsvariable gesetzt ist, bevor du einen Provider aktivierst, sonst bekommst du Authentifizierungsfehler.
API-Keys
API-Keys erlauben es externen Anwendungen, auf die LLM-Funktionen des KI-Workplace zuzugreifen, ohne sich mit Benutzername und Passwort anmelden zu müssen. Typische Einsatzfälle: Automatisierungen (z.B. n8n), eigene Skripte, Monitoring-Tools oder Drittanwendungen, die mit den verfügbaren Modellen arbeiten sollen.
📌 Nicht zu verwechseln: Diese API-Keys gehen in die andere Richtung als die Provider-API-Schlüssel weiter oben. Hier geht’s um Schlüssel, mit denen externe Anwendungen den Workplace ansprechen, nicht um Schlüssel, mit denen der Workplace externe Provider anspricht.
Jeder Key kann auf bestimmte KI-Modelle beschränkt werden (Modell-Freigaben, im System „Quotas“ genannt) und lässt sich jederzeit aktivieren, deaktivieren oder löschen.
Übersicht
Die API-Keys-Seite zeigt eine sortier- und durchsuchbare Tabelle aller angelegten Keys mit folgenden Spalten:
| Spalte | Inhalt |
|---|---|
| Name | Anzeigename des Keys |
| API-Key | Das eigentliche Secret: standardmäßig verborgen (Punkte), kann per Augen-Symbol eingeblendet werden |
| Status | Aktiv oder Inaktiv |
| Modelle | Anzahl freigegebener Modelle bzw. „Alle Modelle“ |
| Aktionen | Bearbeiten, Modelle anpassen, Aktivieren/Deaktivieren, Löschen |
API-Key anzeigen und kopieren
Der Key ist aus Sicherheitsgründen standardmäßig verborgen.
- Mit dem Augen-Symbol blendest du den Key ein. Erneuter Klick verbirgt ihn wieder.
- Mit dem Kopier-Symbol übernimmst du den Key in die Zwischenablage. Eine Toast-Benachrichtigung bestätigt den Kopiervorgang.
⚠️ Geheimhaltung: Behandle API-Keys wie Passwörter. Speicher sie nur in sicheren Password-Managern oder Umgebungsvariablen und gib sie niemals in öffentlichen Repositories oder Chat-Nachrichten weiter.
Neuen API-Key erstellen
- Klick auf + Key erstellen.
- Gib einen aussagekräftigen Namen ein (z.B. „n8n-Produktion“, „Monitoring-Skript“).
- Lass die Option Aktiv eingeschaltet (der Key ist sofort nutzbar).
- Bestätige mit Erstellen.
Nach dem Erstellen wird der Key einmalig in der Tabelle angezeigt und kann kopiert werden. Er bleibt jederzeit über das Augen-Symbol wieder einblendbar.
Modelle freigeben (Quotas)
Standardmäßig ist ein frisch erstellter API-Key keinem Modell zugeordnet und daher nicht nutzbar. Du musst explizit festlegen, welche KI-Modelle der Key aufrufen darf.
Quota-Dialog
Klick in der Tabelle auf das Einstellungen-Symbol oder auf den Modelle-Badge, um den Quota-Dialog zu öffnen.
| Option | Bedeutung |
|---|---|
| Alle Modelle | Der Key darf jedes im System verfügbare Modell aufrufen. Praktisch für Produktionsintegrationen ohne Einschränkung. |
| Einzelne Modelle auswählen | Der Key erhält nur Zugriff auf die von dir angehakten Modelle. Empfohlen für Test-Keys oder kostensensitive Integrationen. |
Bestätige deine Auswahl mit Quotas speichern.
💡 Empfehlung: Für produktive Integrationen geben wir nur die tatsächlich benötigten Modelle frei. So lassen sich Kosten besser kontrollieren und versehentliche Nutzung teurer Modelle vermeiden.
API-Key aktivieren oder deaktivieren
Jeder Key kann jederzeit inaktiv geschaltet werden, ohne ihn zu löschen. Das ist nützlich, wenn du einen Key kurzfristig sperren möchtest (z.B. bei Verdacht auf Kompromittierung) oder eine Integration pausieren willst.
- Der Toggle-Schalter in der Aktions-Spalte wechselt zwischen Aktiv und Inaktiv.
- Inaktive Keys liefern bei jedem API-Aufruf einen Authentifizierungs-Fehler zurück.
- Die Zuordnung zu Modellen bleibt beim Deaktivieren erhalten und wird beim erneuten Aktivieren automatisch übernommen.
API-Key bearbeiten
Über das Bearbeiten-Symbol lassen sich Name und Aktiv-Status eines Keys ändern. Das eigentliche Secret bleibt unverändert: Ein Key behält seinen Wert über seine gesamte Lebensdauer.
API-Key löschen
Über das Papierkorb-Symbol entfernst du einen Key dauerhaft.
⚠️ Unwiderruflich: Gelöschte API-Keys können nicht wiederhergestellt werden. Alle Anwendungen, die diesen Key verwenden, verlieren sofort den Zugriff. Lösch Keys nur, wenn du sicher bist, dass sie nirgends mehr verwendet werden, oder deaktivier sie zunächst und lösch sie erst nach einer Beobachtungszeit.
Erweiterte Dienste
Der KI-Workplace kann um optionale Infrastruktur-Dienste ergänzt werden, die über den Admin-Bereich zentral verfügbar sind. Diese Dienste erweitern die Plattform um Workflow-Automatisierung, interaktive Arbeitsblätter für Code (Notebooks), spezielle Datenbanken und weitere Werkzeuge für datenintensive Anwendungsfälle.
💡 Hinweis: Dieser Abschnitt richtet sich an technische Administrator:innen. Die genannten Dienste sind Zusatzsysteme, die nur eingerichtet werden, wenn eure Organisation sie wirklich braucht.
Verfügbare Dienste
Je nach Konfiguration eurer Installation stehen folgende Dienste zur Verfügung:
| Dienst | Beschreibung |
|---|---|
| n8n | Workflow-Automatisierung zum Verbinden von Apps, Datenquellen und KI-Modellen ohne Code |
| JupyterHub | Plattform für Notebooks (interaktive Arbeitsblätter für Code) zur Ausführung von Python- und R-Code in einer mandantenfähigen Umgebung (für mehrere Teams getrennt nutzbar) |
| Neo4j | Graph-Datenbank (ein Datenbanktyp für stark vernetzte Daten) für hochvernetzte Daten, Wissensgraphen und semantische Abfragen |
| Neo4j Administration | Administrationsoberfläche für die Neo4j-Graph-Datenbank |
| pgvector | Postgres-Datenbank (ein verbreitetes Datenbanksystem) mit Erweiterung für Embeddings und Ähnlichkeitssuche |
| pgAdmin | Administrationsoberfläche für die Postgres-/pgvector-Datenbank |
📌 Verfügbarkeit: Welche Dienste tatsächlich erreichbar sind, hängt von der Konfiguration eures Workplace-Administrators ab. Falls auf der Seite keine Dienste angezeigt werden, sind in eurer Installation keine erweiterten Dienste aktiviert. Sprecht euren Administrator an, wenn ihr Bedarf habt.
Dienst-Kachel
Jeder Dienst wird als Karte dargestellt. Eine Karte enthält typischerweise:
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Name | Anzeigename des Dienstes |
| Beschreibung | Kurzer Hinweis zum Einsatzzweck |
| URL | Externe URL, über die der Dienst im Browser erreichbar ist |
| Interne URL | Adresse, die innerhalb des Workplace-Netzwerks verwendet wird (z.B. für Service-zu-Service-Aufrufe) |
| Benutzer | Benutzername für den Login |
| Passwort | Standardmäßig verborgen, per Augen-Symbol einblendbar und per Kopier-Symbol in die Zwischenablage übernehmbar |
| Doku | Link zur offiziellen Dokumentation des jeweiligen Dienstes |
Passwort anzeigen und kopieren
Passwörter werden aus Sicherheitsgründen standardmäßig durch Punkte maskiert.
- Das Augen-Symbol blendet das Passwort ein. Ein erneuter Klick verbirgt es wieder.
- Das Kopier-Symbol übernimmt das Passwort in die Zwischenablage. Eine Toast-Benachrichtigung bestätigt den Kopiervorgang.
💡 Workplace-Zugangsdaten: Einige Dienste (z.B. JupyterHub) sind über Single-Sign-On (SSO, eine einzige Anmeldung für mehrere Dienste) an die Workplace-Zugangsdaten gekoppelt. In dem Fall zeigt die Karte den Hinweis „Verwendet Ihre Workplace-Zugangsdaten“ und listet keine separaten Zugangsdaten (Credentials) auf.
Dienst öffnen
Klick auf den Dienst-Link oder die URL, um den jeweiligen Dienst in einem neuen Tab zu öffnen. Anmeldedaten entnimmst du der Karte; bei SSO-Diensten wirst du automatisch authentifiziert.
Wenn keine Dienste aktiv sind
Ist in eurer Installation kein erweiterter Dienst konfiguriert, zeigt die Seite stattdessen eine Übersicht über die verfügbaren Optionen mit Kurzbeschreibung und Kontaktmöglichkeit. So sehen User, welche Dienste bei Bedarf ergänzt werden können.
Nutzungsstatistiken
Die Nutzungsseite gibt Admins einen Überblick über die Verwendung von KI-Modellen in der Plattform, aufgeschlüsselt nach Benutzern, Modellen und Quellen. Untertitelt mit „LLM-Nutzung pro Benutzer und Modell (Fair-Use Monitoring)“ macht die Seite klar: Es geht nicht um Überwachung einzelner Personen, sondern darum, dass das Modell-Kontingent fair auf alle aufgeteilt wird, und dass Admins erkennen können, wo Kapazitätsengpässe entstehen oder ungewöhnliche Spitzen auftreten.
Praktisch ist die Seite zur Kapazitätsplanung, fürs Kosten-Monitoring und um zu sehen, wo KI im Team besonders gut ankommt.
Statistik-Übersicht
Am oberen Rand werden vier Kennzahlen angezeigt:
| Kennzahl | Beschreibung |
|---|---|
| Gesamte Prompts | Anzahl aller KI-Anfragen im gewählten Zeitraum |
| Aktive Benutzer | Anzahl unterschiedlicher Benutzer |
| Meistgenutztes Modell | Das am häufigsten verwendete Modell, mit Gesamtzahl der Anfragen |
| Aktive Quellen | Anzahl verschiedener Nutzungsquellen |
Filter
Die Daten können nach Zeitraum gefiltert werden:
- Schnellauswahl: Heute, 7 Tage, 30 Tage, Aktueller Monat.
- Benutzerdefinierter Zeitraum: Start- und Enddatum frei wählbar.
Standardmäßig ist Aktueller Monat vorausgewählt (1. bis letzter Tag des laufenden Monats).
Ansichten
Die detaillierten Statistiken sind in drei Tabs aufgeteilt:
Nach Benutzer
Zeigt für jeden Benutzer die Anzahl der Prompts und den prozentualen Anteil an der Gesamtnutzung. Spalten sind sortierbar, praktisch, um die aktivsten Power-User oder umgekehrt die User mit auffallend wenig Nutzung zu finden.
Nach Modell
Zeigt die Nutzung pro KI-Modell inklusive Provider-Zuordnung. So erkennst du, welche Modelle am meisten eingesetzt werden, relevant fürs Auswahl-Setup („Brauchen wir das teure Modell überhaupt?“) oder Kapazitäts-Limits.
Nach Quelle
Zeigt die Nutzung nach Herkunft der Anfragen:
| Quelle | Beschreibung |
|---|---|
| Chat | Direkte Chat-Konversationen |
| Delegation | Agenten-Delegation an Unter-Agenten |
| Bildanalyse | Vision-basierte Bildverarbeitung |
| KB-Indexierung | Indexierung von Knowledge-Base-Dokumenten |
| Suche | Intelligente Suchfunktionen |
So siehst du auf einen Blick, ob die Nutzung primär aus dem Chat kommt, aus Agenten-Delegationen, oder ob bestimmte Apps und Hintergrund-Indexierung den Großteil ausmachen.
Export
Klick auf CSV Export, um die Nutzungsdaten als CSV-Datei herunterzuladen. Der Export berücksichtigt den aktuell eingestellten Zeitraumfilter, du bekommst also genau das, was du gerade auf der Seite siehst.
💡 Use-Case-Tipps:
- Kapazität planen: Mit „Nach Modell“ siehst du, ob du genug Token-Kontingent für den Top-Verbraucher hast.
- Onboarding-Check: Mit „Nach Benutzer“ prüfst du, wer die Plattform aktiv nutzt und wer noch Unterstützung beim Einstieg gebrauchen könnte.
- Use-Cases verstehen: „Nach Quelle“ zeigt, welche Workplace-Funktionen tatsächlich am stärksten genutzt werden, hilfreich für Schulungs- und Kommunikations-Schwerpunkte.
Daten-Aufbewahrung
Du kannst für den gesamten Workplace eine maximale Aufbewahrungsdauer für Chats festlegen. Ältere Chats, gezählt ab der letzten Nutzung, werden dann automatisch gelöscht. Ebenso lassen sich Dateien und andere Ressourcen nach einer einstellbaren Aufbewahrungsdauer automatisch löschen. Beides findest du unter „Daten-Aufbewahrung“. Das hält die Datenmenge überschaubar und unterstützt eure Datenschutz-Vorgaben.
Diese Dauer gilt als Obergrenze für alle Nutzer:innen. Einzelne Nutzer:innen können für sich im Profil eine kürzere Frist wählen, aber keine längere.
Audit Log
Das Audit Log protokolliert alle sicherheitsrelevanten Aktionen innerhalb des KI-Workplace. Es dient der Nachvollziehbarkeit, der Compliance und der Untersuchung von Sicherheitsvorfällen, ein wichtiges Werkzeug, vor allem bei Audits oder wenn unklar ist, wann genau eine bestimmte Konfiguration geändert wurde.
Was wird protokolliert?
Das Audit Log erfasst automatisch alle relevanten Ereignisse in den folgenden Bereichen:
Authentifizierung
- Erfolgreiche und fehlgeschlagene Anmeldeversuche
- Abmeldungen
- Abgelaufene Sitzungen
Benutzerverwaltung
- Erstellung neuer Benutzer
- Änderungen an Benutzerkonten
- Löschung von Benutzern
- Passwortzurücksetzungen und -änderungen
Datenzugriff
- Zugriff auf Chat-Verläufe
- Freigabe und Aufhebung von Chat-Freigaben
- Zugriff auf die Knowledge Base
- Zugriff auf Verbindungen
Datenänderungen
- Erstellung und Löschung von Chats
- Erstellung und Löschung von Spaces
- Erstellung und Löschung von Tools
Administratoraktionen
- Änderungen an der Provider-Konfiguration
- Änderungen an Systemeinstellungen
- Erstellung und Löschung von Gruppen
- Änderungen an Berechtigungen
Protokolldetails
Jeder Audit-Eintrag enthält folgende Informationen:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Zeitstempel | Genauer Zeitpunkt des Ereignisses (ISO 8601) |
| Kategorie | Einordnung des Ereignistyps |
| Aktion | Spezifische Aktion (z.B. login_success, user_deleted) |
| Benutzer | Benutzer, der die Aktion ausgelöst hat |
| IP-Adresse | IP-Adresse der Anfrage |
| Ressource | Betroffene Ressource (Typ und ID) |
| Erfolg | Ob die Aktion erfolgreich war |
| Details | Zusätzliche Informationen je nach Ereignistyp |
Speicherung und Aufbewahrung
Audit-Einträge werden in der Plattform-Datenbank gespeichert und über die Admin-Oberfläche ausgewertet.
Ältere Einträge werden automatisch nach einer festgelegten Aufbewahrungsdauer (Retention) entfernt. Standard sind 90 Tage. Wenn ihr längere Aufbewahrung braucht (etwa für Compliance-Anforderungen), könnt ihr die Aufbewahrungsdauer erhöhen oder die Einträge regelmäßig per Export sichern.
💡 Technisches Detail: Das automatische Aufräumen läuft als täglicher Retention-Cron. Die Aufbewahrungsdauer ist über die Umgebungsvariable
AUDIT_LOG_RETENTION_DAYSkonfigurierbar (Standard 90 Tage). Mehrere Workplace-Instanzen koordinieren sich per Redis-Lock, damit der Cleanup-Job nur einmal pro Tag läuft; eine Aufteilung in tägliche JSONL-Dateien gibt es nicht mehr. Für die tägliche Nutzung ist das nicht nötig.
💡 Use-Case-Tipps:
- Bei Sicherheitsvorfällen: Filter nach Benutzer und Zeitraum, um nachzuvollziehen, was passiert ist.
- Compliance-Audits: Vor Audits einen Export ziehen oder die Retention erhöhen, damit der relevante Zeitraum vollständig vorliegt.
- Berechtigungs-Änderungen tracken: „Administratoraktionen“ gibt dir auf einen Blick, wer wann an Rollen oder Provider-Konfig geschraubt hat.
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